Ich gehörte einer Religion an, zu deren     
Grundsätzen es gehört, daß man kei-
nen lebenden Meister braucht. So ist
es ja auch im Christentum, wo man
meint, Christus sei perfekt für alles
und es gäbe keine Notwendig-
keit für einen lebenden Meis-
ter. In vergleichbarer Weise
glaubte ich an Guru Nanak,
daß er ausreichend sei für
mich  und  daß  es  keines
physischen Meisters bedür-
fe. Ich glaubte, Guru Nanak
sei ausreichend, mich zu mei-
nem Ziel zu bringen. Ich arbei-
tete sehr, sehr hart daran, Gott
zu finden. Alles Mögliche, was
man mir riet, probierte ich,
aber nichts funktionierte.
Schließlich  dachte  ich,
daß ich so hart, so ernst
und so hingebungsvoll
gearbeitet hätte, daß
vielleicht keiner auf
dieser Welt dieses
Ziel  erreichen
könnte.  Ich

war  enttäuscht;  entweder,
so dachte ich, gibt es keinen
Gott oder der Mensch ist so
unglücklich dran, daß er
zwar  um  Gott  bitten
kann,  Gott  aber  nie
finden kann. Mit all
meinen  Anstren-
gungen hatte ich
Gott nicht finden
können, und ich
konnte mir nicht
vorstellen,  daß
jemand anderes
dies alles tun und
Gott finden würde.
In  dieser  Situation
richtete Gott es dann
ein,  daß  ich  Kontakt
bekam zu meinem Meis-
ter. Ich  besuchte  seine
heiligen  Satsangs
* drei-
mal oder viermal, und da-
nach fühlte ich, daß es et-
was Vertrauenserweckendes
Verläßliches  mit  diesem
Meister auf sich hatte.

© 2000, Know Thyself as Soul Foundation, International
und Holosophic Society International.
* Zusammensein mit der Wahrheit